Arogno Im Garten der Königin Guarda-Lavin Sils – Silvaplana - St. Moritz Memogiochi Bergell Val Cama Ziegenprojekt Tomils Zoja Vernetzungsprojekt Misox Terra Vecchia St. Peter-Peist Brontallo Ftan Dötra und Anveuda Domleschg
  Sils – Silvaplana - St. Moritz

Die Landschaft von Sils, Silvaplana und St. Moritz liegt in einem einzigartigen Seenhochtal und gehört zu den schönsten Gebirgslandschaften des Alpenraumes. Ein Grossteil des Perimeters ist Teil des Bundesinventares der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN-Gebiet Nr. 1908).


Der Talboden wird von den Seen, sowie dem Inn geprägt und enthält grossflächige mittel und wenig intensive Wiesen und sehr artenreiche Uferzonen. Die Hanglagen werden von einem Mosaik von wenig intensiven Wiesen, Trockenwiesen, Flachmooren, Trockenweiden und lichten Gebirgswäldern geprägt. Hier wachsen zahlreiche Orchideen und seltene Blumen.

Das weit gegen Süden reichende Fextal ist ein wichtiges Brutgebiet für das Braunkehlchen, das sich dort oft im Randbereich wenig intensiver Wiesen zu teilweise schon länger nicht mehr gemähten Trockenböschungen aufhält.

Ziel des Vernetzungskonzeptes ist eine dem Klima, dem Boden der Geländemorphologie sowie dem Naturschutz angepasste, nachhaltige Nutzung der Wiesen. Die aufwändige Pflege der Biotope soll unterstützt werden.

Extensive Wiesen mit grosser Artenvielfalt sind zu erhalten und möglichst gestaffelt zu nutzen. Späte Schnittzeitpunkte sind einerseits notwendig zum Schutz von bedrohten Bodenbrütern, damit den Arten genügend Zeit bleibt für die Aufzucht der Jungevögel, und zum Schutz der Insektenvielfalt. Anderseits ermöglicht eine späte Mahd aber auch den seltenen Blumen das Versamen und damit deren langfristigen Fortbestand.